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Der Agraffenkronleuchter hängt mittlerweile in der Seedose. Und weil er im gro0en Gastrozelt etwas verloren ausschaut haben wir eine Agraffensammelaktion via Facebook gestartet.

 

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Ein anderes Protoprojekt.

 

Das Zusammenwirken von kunstsinnigem Bauherren und sich wertgeschätzt fühlenden Bauausführenden ließ zum Projektabschluss eine poetische Baudokumentation emergieren...

 

Ode an eine Doppelgarage mit integriertem Fahrradeinstellplatz

 

Ode Kopie01

Wo Sorge um des Schnee’ Gewicht
belast’ so manches Weihnachtslied-
da herrscht nun frohe Zuversicht:
In Sicherheit ruht der Hybrid!

Und wie im Stall zu Bethlehem
-der Archetyp der Nutzungswunder
sind Esel hier (aus Draht) zu seh’n
und Kisten voll mit altem Plunder.

 

Ref:
Wo sich einst die Balken bogen
wo Kleinmut herrschte, Angst und Zweifel
ist Zuversicht nun eingezogen:
Es ist gelungen! Hol’s der Teifel!

 

Ode Kopie02 ohne

Und auf des Fundamentes Mauer
reckt sich das Ständerwerk empor,
das – Weibes Freud’ doch Mannes Trauer
An Höhe Manches doch verlor.

Und in des Ständerwerks Gefüge
-um selbst bei Stürmen Halt zu geben-
(Sie tun der stat’schen Kräft’ Genüge):
die keck die Felder kreuzend’ Streben.

 

Ref:
Wo Tore klafften aller Weite
und Angeln quitschten- nah am End
ist nun geschmeidigest Gegleite
Sie bewegt sich! Sakrament!

 

Ode Kopie03 mit

Und selbst die wachend’ Konifere
gab selbstlos hin und sprach es aus:
„lieber des Gipfels ohn’ ich wäre
als eine Last für’ s neue Haus.

Der Dichterfürst wollt’ s uns schon lehren:
Was lange währt wird endlich gut-
lasst nun das Gute endlos währen
als Felsen in der Zeiten Flut!

Ref:
Wo Fäulnis war, Zerfall und Trauer
verzogen, angeknackst und morsch
da steht nun SIE auf ewig’ Dauer
Fetrig is! Leck mi am Orsch!

 

Ode Kopie04

Der chicke Emailwaschtisch hätte die Krönung des Wintergartens meines Eigenheimtraums werden sollen.

Skizze Wintergarten GR Kopie

  

Ist dann aber bei den Wasseranschlüssen geblieben...

verf. im Mai 2022, Helmut

Mein Bett

Die Entsehungsgeschichte eines NOBS / Über den Wert der Geschichte der Dinge

oder: Der Tanz ist mehr als die Summe der Teile

 

Die Krönung meines Einfamilienhaustraumes war natürlich ein selbst entworfenes und selbst gebautes Ehebett in dem dieser Traum fortan glücklich und zufrieden zu träumen sei.

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 ...was dann auch über ein Jahrzehnt lang so umgesetzt wurde (manchmal besser, manchmal schlechter).

 P2030026 2 Kopie            

Nachdem der Traum ausgeträumt war blieb das Bett bei mir.

Wohl hauptsächlich aus Zeit- und Ressourcenknappheit übersiedelte ich es einfach mit in meine neue Wohnung.

 

Auch hier leistete mir das Bett gute Dienste bis mich mein Lebensweg Eva zuführte. Ihre sensiblen Sinne orteten ausgeprägtes Vorleben energetischen und wohl auch organischen Ursprungs. Die Matratze wurde zum Entsorgungsproblem erklärt, der Rest: Naja...

 

Die neue Matratze konnte (den Platzverhältnissen im neuen Schlafbereich geschuldet) auch einiges schmäler sein, von der alten Bettkonstruktion mochte ich mich aber nicht trennen- die Latten tun doch noch, was soll ich da Geld ausgeben, ja, ein Rattanbett wär' schon schön, ja so ähnlich wie die beiden Seitenteile die da bei dir im Keller herumstehen...

 ... den Kopfteil habe ich dann aus meiner alten Schreibtischplatte zusammengebaut. 

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So träume ich denn einen neuen Traum: Die Vergangenheit habe ich nicht komplett über Bord geworfen, neuen Einflüsse habe ich meine Referenz erwiesen und in Summe ist etwas komplett Neues, für mich Richtungsweisendes entstanden...

 

verf. am 23.04.2021, Helmut