Ein Protoprojekt

Der erster Geschmack einer neuen Baukultur
Eine liebe Freundin mit großem Herzen und beschränkten finanziellen Resourcen, die ihr Haus immer wieder für große Feste und andere Gemeinschaftsaktivitäten öffnet: Jackie.
Der Hauszugang war schon sehr in die Jahre gekommen und mittlerweile - besonders bei Schneelage- nicht mehr sicher zu begehen- eine neue Außenstiege war angesagt.
Tauschlogikfreie Beitragsökonomie würde ich heute - nach der Lektüre etlicher Fachbücher- sagen. Damals war es einfach so: Mir war gleich klar, dass ich von Jackie kein Geld annehmen würde für meine Arbeit. Jackie hatte damals gerade wieder eine künstlerische Produktivphase und ihr Vorschlag war, dass ich mir eines ihrer Bilder aussuchen sollte.
An diese lose Vereinbarung haben wir uns dann auch gehalten und es ging und geht uns beiden gut damit. Die "Gaben" sind einfach Ausdruck der gegenseitigen Wertschätzung ohne gegeneinander aufgerechnet zu werden.
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Nur um das plastischer darzustellen ein kurzer Blick in den Sumpf der Tauschlogik: Jackies verkauft ihre Bilder auch und insofern haben sie einen Preis (das dann von mir ausgesuchte z.B. ca. € 400,-). Ich habe einen ungefähren Begriff wieviel Zeit ich in das Stiegenprojekt investiert habe- ca. 50 Stunden (ich war auch bei der Vorproduktion in Arnes Werkstatt und bei der Montage dabei). Wenn ich meinen Stundensatz ausrechne bleibt anstelle von Wertschätzung wohl nur Geringschätzung über.
Andererseits: Wieso soll ein Bild von Jackie gerade € 400,- wert sein, wer bestimmt das? Der Kunstmarkt. Was hat der Kunstmarkt mit meinem Verhältnis zu Jackie zu tun? Warum kriegt Jackie nur so wenig für ihre Bilder?
Die Tauschlogik hat es geschafft aus einer von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Transaktion eine Quelle tiefster Frustration zu machen.

Jackies Vernissage (inkl. Großprojektion ihrer Bilder auf die Fassade) war dann ein großer Erfolg, das rechts projizierte Bild hängt jetzt in meinem Wohnzimmer.
Ein
Lehr- und Lernprojekt in der LWS
(LWS = Lernwerkstatt im Wasserschloss www.lernwerkstatt.at)
Anfang des Schuljahres 2020/21 start das Tinyhouse- Selbstbauprojekt in der LWS. Das Projektziel ist nicht unbedingt ein kleines Häuschen zu bauen. Es geht um die Frage „Wie bringe ich eine Idee vom Kopf in die Wirklichkeit?“, der Begriff Tinyhouse ist eher nur ein Schuhlöffel um Aufmerksamkeit zu generieren.
Bis jetzt (der Prozess der Ideenfindung ist noch nicht abgeschlossen) haben sich zwei Projektideen herauskristallisiert: Ein fahrradgezogener Wohnwagen (sh. Bananenente) und doch ein Tinyhouse.
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Die initiale Kraft kommt von der 13-jährigen Jasmin
Den ersten Plan schafft sie (fast) im Alleingang: „Ich habe bei mir zu Hause alle Möbel abgemessen und einen Plan für mein Tinyhouse gemacht, ein Kastl am Papier ist genau 10 Zentimeter. Als nächstes bastle ich mir ein Modell.“ |

Jasmins Modell im Maßatab 1:20 inkl. Bewohner "Einstein" und Gründach.

Daniel will mal Architekt werden und gibt Jasmins Entwurf im Open Source- Modellierer SPLENDER in 3D ein.

Das ist der Projektstand im Frühling 2021.
Jetzt geht es an die Umsetzung, und es soll eine Umsetztung im Tanz der Teile werden...



